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Hytale-Server selbst betreiben: was er wirklich braucht

Tutorials & Anleitungen  ·  Christopher Sakel  ·   ·  4 Min. Lesezeit

Kurz gefasst
  • Hypixel Studios veröffentlicht keine offiziellen Serveranforderungen. Die Zahlen, die in den meisten Anleitungen stehen, sind Schätzungen ohne Quelle.
  • In der Praxis kommt ein Hytale-Server für eine Freundesrunde mit deutlich weniger aus, als überall behauptet wird — entscheidend sind Spielerzahl und Sichtweite, nicht eine feste Zahl.
  • Drei Wege führen zum eigenen Server: der PC zuhause, ein eigener vServer, ein fertiger Gameserver. Der günstigste ist selten der billigste.

Warum gerade jetzt alle einen eigenen Server wollen

Hytale ist seit dem 13. Januar 2026 im Early Access. Interessant für Servermieter wurde es aber erst mit Update 5 am 26. Mai: Seitdem gibt es Server Discovery, eine Serverliste direkt im Spiel. Vorher musste man seinen Server über Discord, Drittanbieter-Listen oder Mundpropaganda bekannt machen — jetzt findet man ihn im Spiel selbst. Das ist der Unterschied zwischen „meine vier Freunde spielen mit" und „Fremde finden meinen Server", und er erklärt, warum die Nachfrage seit dem Frühsommer anzieht.

Es gibt keine offiziellen Anforderungen — und das sollte man wissen

Wer nach Hytale-Serveranforderungen sucht, findet erstaunlich einheitliche Angaben: 4 GB RAM als Basis, Java in einer bestimmten Version, ein fester UDP-Port. Diese Zahlen stehen in vielen Anleitungen, aber sie stammen nicht von Hypixel Studios. Das Studio hat bislang keine Systemanforderungen für den Serverbetrieb veröffentlicht — die Zahlen werden voneinander abgeschrieben.

Das heisst nicht, dass sie falsch sind. Es heisst, dass niemand sie belegt hat. Wer danach Hardware kauft oder ein Paket bucht, sollte wissen, worauf er sich stützt.

Was ein Hytale-Server tatsächlich braucht

Wir betreiben Hytale-Server auf unserer Plattform, seit das Egg verfügbar ist. Die gebuchte Ausstattung reicht dort von 1 GB RAM und einem Kern bis zu 8 GB und vier Kernen, beim Speicher von 5 bis 15 GB. Der Median liegt bei 1 GB RAM und einem Kern — und diese Server laufen.

Das widerspricht der oft genannten 4-GB-Empfehlung nicht, es ordnet sie ein: Vier Gigabyte sind eine sinnvolle Reserve für einen offenen Server mit Fremden darauf. Für drei bis fünf Freunde auf einer Welt ist es reichlich. Was den Bedarf wirklich treibt, sind zwei Dinge: die Zahl gleichzeitig aktiver Spieler und die eingestellte Sichtweite. Beides vergrössert den Weltausschnitt, den der Server gleichzeitig im Speicher hält.

Fang klein an und beobachte. Ein Gameserver lässt sich in Minuten vergrössern; Hardware, die du zu gross gekauft hast, bleibt zu gross.

Die drei Wege im Vergleich

PC zuhause
  • Keine Miete
  • Volle Kontrolle über alles
  • Gut zum Ausprobieren
Aber
  • 5 bis 15 € Strom im Monat bei Dauerbetrieb
  • Deine Upload-Bandbreite ist die Grenze
  • PC aus heisst Server aus
  • Deine Wohnadresse hängt an der IP

Der Rechner zuhause ist zum Testen ideal und für den Dauerbetrieb selten die richtige Wahl. Der Strom allein frisst den Preisvorteil auf, und bei den meisten Anschlüssen ist der Upload der Flaschenhals, nicht der Prozessor.

  1. Fertiger Gameserver. Du buchst, das Spiel ist vorinstalliert, du bekommst ein Webpanel für Start, Stopp, Konfiguration und Backups. Der schnellste Weg, und der mit dem wenigsten, was schiefgehen kann. Bei uns beginnen Gameserver bei 4,00 € im Monat.

  2. Eigener vServer. Du bekommst eine leere Maschine mit Root-Zugang und richtest alles selbst ein. Mehr Arbeit, dafür kannst du mehrere Spiele, einen Discord-Bot und eine Webseite auf dieselbe Maschine legen. Sinnvoll, wenn der Hytale-Server nicht das Einzige bleiben soll.

  3. PC zuhause. Für den Nachmittag mit Freunden völlig in Ordnung. Für einen Server, der auch läuft, wenn du schläfst, nicht.

Netzwerk: worauf du achten musst

Hytale spricht UDP, nicht TCP. Das ist der Punkt, an dem die meisten selbstgehosteten Server scheitern: Wer in der Firewall nur TCP freigibt, bekommt eine Verbindung, die scheinbar zustande kommt und dann nichts tut.

Beim Selbsthosten musst du den Port in der Firewall des Rechners freigeben und im Router weiterleiten. Beim gemieteten Server entfällt beides — du bekommst Adresse und Port fertig zugewiesen, und bei uns kommt eine eigene Subdomain dazu, damit deine Mitspieler sich keine Zahlenkolonne merken müssen.

Was wir dir nicht versprechen

Hytale ist im Early Access. Es gibt wöchentliche Vorabversionen und alle zwei bis sechs Wochen ein reguläres Update, und mit jedem davon können sich Anforderungen und Konfigurationsformate ändern. Wer heute einen Server aufsetzt, sollte damit rechnen, ihn gelegentlich nachzuziehen. Das gilt für gemietete wie für selbstgehostete gleichermassen — beim gemieteten übernehmen wir den Unterbau, das Spiel selbst bleibt Early Access.

Wenn du bei uns startest und feststellst, dass ein Gigabyte zu knapp ist, änderst du das im Kundenbereich; wir rechnen prepaid und monatlich kündbar ab, du bist also an keine Entscheidung von heute gebunden.

Quellen

  • Hytale News — Early Access seit 13. Januar 2026, Server Discovery mit Update 5 am 26. Mai 2026
  • Die Angaben zu RAM, CPU und Speicher stammen aus dem laufenden Betrieb unserer eigenen Hytale-Server, nicht aus fremden Anleitungen.

Häufige Fragen

Wie viel RAM braucht ein Hytale-Server wirklich?
Hypixel Studios nennt keine offizielle Zahl. Auf unserer Plattform liegt der Median der gebuchten Ausstattung bei 1 GB RAM und einem Kern, und diese Server laufen. Für eine kleine Freundesrunde reicht das; für einen offenen Server mit Fremden und hoher Sichtweite sind 4 GB die sinnvollere Reserve. Entscheidend sind die Zahl gleichzeitig aktiver Spieler und die eingestellte Sichtweite.
Welchen Port braucht Hytale, und warum funktioniert meine Freigabe nicht?
Hytale kommuniziert über UDP, nicht über TCP. Das ist der häufigste Fehler beim Selbsthosten: Wer in der Firewall nur TCP freigibt, sieht eine Verbindung, die scheinbar aufgebaut wird und dann nichts überträgt. Beim gemieteten Server bekommst du Adresse und Port fertig zugewiesen und musst nichts freigeben.
Lohnt sich ein Server zuhause auf dem eigenen PC?
Zum Ausprobieren ja, für den Dauerbetrieb selten. Bei laufendem Rechner kommen rund 5 bis 15 € Strom im Monat zusammen, und bei den meisten Anschlüssen ist die Upload-Bandbreite die Grenze, nicht der Prozessor. Dazu kommt: Ist der PC aus, ist der Server weg — und deine Wohnadresse hängt an der IP.
Gameserver oder eigener vServer — was passt besser?
Ein fertiger Gameserver ist der schnellste Weg: vorinstalliert, mit Webpanel für Start, Stopp, Konfiguration und Backups. Ein eigener vServer lohnt sich, wenn der Hytale-Server nicht das Einzige bleiben soll — dann liegen Discord-Bot, Webseite und weitere Spiele auf derselben Maschine. Mehr Freiheit, mehr Eigenarbeit.
Kann ich später mehr RAM bekommen, wenn der Server zu klein ist?
Ja. Fang lieber klein an und beobachte, wie sich der Server bei deiner Spielerzahl verhält. Vergrössern geht im Kundenbereich in Minuten. Wir rechnen prepaid und monatlich kündbar ab, du bindest dich mit der ersten Entscheidung also an nichts.